IBOT - Internationales Biberacher Osterturnier

30. März - 02. April 2018
Internationales Biberacher Osterturnier
News

"Blick an die Basis": 20 Jahre IBOT

Samstag, 31. Dezember 2016 (11:35:53 Uhr)

(rom/ Foto: Roland Trojan) An Ostern 2017 feiert das Internationale Biberacher Osterturnier sein 20. Jubiläum. Grund genug zurück zu blicken auf die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte eines der größten deutschen Jugendturniere. Alljährlich wird die Kleinstadt Biberach zum Handballmekka, wenn rund 100 Mannschaften aus ganz Deutschland und Europa nach Oberschwaben reisen. Die Premiere gelang allerdings erst im zweiten Anlauf, bevor sich die Erfolgsstory entwickelte. In gut vier Monaten werden dann rund 100 Mannschaften mit knapp 2.000 SpielerInnen, TrainerInnen und BetreuerInnen wieder in Biberach einfallen und gemeinsam ein Handballfest und das Jubiläum feiern.


Die Idee für das Turnier, das zunächst einfach nur "Osterturnier" hieß, wurde von Dietmar Hummler und Christian Kallweit bereits 1996/97 geboren. Bis 1995 gab es an Ostern das Intermeeting in Ravensburg als Handball-Jugendturnier, das dann allerdings eingestellt wurde. Die beiden Macher der Handball-Abteilung fanden den Termin an Ostern spannend und wollten eine Nachfolge im Oberschwäbischen etablieren. Für die geplante Premiere 1997 meldeten sich allerdings nur rund 30 Teams an und so musste die Premiere noch ein Jahr warten.

Los ging es dann endlich 1998, denn Hummler und Kallweit waren weiter von ihrer Idee überzeugt. 54 Mannschaften traten an, bei den Jungs von der C- bis zur A-Jugend und bei den Mädchen in der C- und B-Jugend, hier folgte die A-Jugend ein Jahr später. Auch wenn 1998 noch "international" im Turniername fehlte, so waren damals schon drei Teams aus Österreich und der Schweiz angereist. Ein Jahr später waren es bereits acht ausländische Teams, bis heute sind Gäste aus Italien, Slowenien, Ungarn und vielen anderen Ländern fester Teil des Turniers. So war die Namensänderung 2003 nur eine logische Konsequenz.

Bis heute hat sich das Turnier stetig weiterentwickelt. Waren es anfangs nur drei Hallen, so wird inzwischen in fünf Hallen gespielt. Anfangs lief die Anmeldung noch per Post, heute wird alles über die eigenentwickelte Online-Plattform organisiert. Bereits 2012 startete das IBOt mit Liveübertragungen im Internet, seit letztem Jahr gibt es sogar zu jedem Spiel einen Liveticker. Dieser Service für die Fans und Eltern kann natürlich nicht die Hallenatmosphäre ersetzen, hier werden alle Teilnehmer und Zuschauer bestens versorgt und betreut.

Erfolgte zum 5. Jubiläum die Umbenennung in den heutigen Namen "Internationales Biberacher Osterturnier (IBOT), war das Highlight des 10. Jubiläum die Teilnahme der Junioren-Nationalmannschaft des DHB. Die stand auch erwartungsgemäß im Finale, verlor dort aber gegen die SG Pforzheim/Eutingen. Beim badischen Turniersieger in der männlichen A-Jugend ragte ein Spieler heraus, der das DHB-Team fast im Alleingang auseinandernahm: Patrick Groetzki. Heute ist Groetzki natürlich bekannt und fester Bestandteil des Herren-Nationalteams. Aber auch Hendrik Pekeler und Marius Steinhauser (beide Rhein-Neckar Löwen), Fabian Wiede (Füchse Berlin), Kai Häfner und Fabian Böhm (beide TSV Hannover-Burgdorf) waren als Jugendliche beim IBOT. Und natürlich nicht zu vergessen Benjamin Herth, gebürtiger Biberacher, der quasi vom IBOT aus den Sprung in die Bundesliga schaffte und unter anderem lange Jahre beim HBW Balingen-Weilstetten aktiv war.

Der HBW Balingen-Weilstetten war dann auch der Stargast beim 15. IBOT im Jahr 2012. Zum Jubiläum gab es ein All-Star-Game bei dem die Topspieler der IBOT-Teilnehmer aus der männlichen A-Jugend gegen den Bundesligisten antraten. Vor einer Kulisse von über 2.000 Zuschauern ein angemessener Festakt. Abgerundet wurde das Jubiläum durch das 1. IBOT Forum, bei dem Dr. Rolf Brack vor den zahlreichen Jugendtrainern referierte. Er erklärte Spielkonzeptionen, taktische Konzepte und stellte sich auch einer spannenden Diskussion. Und er war natürlich ein aufmerksamer Beobachter des Turniers. "Das ist eine Veranstaltung, die ihresgleichen sucht. Von der Quantität, von der Qualität, von der Logistik," lobte Brack angesichts seines Besuchs.

Die hohe sportliche und organisatorische Qualität ist nicht nur den Mannschaften aufgefallen. Seit mehreren Jahren nutzt der Deutsche Handballbund das IBOT auch als eins von zwei Turnieren zur Sichtung möglicher Schiedsrichter für die 3. Liga. Die Gespanne werden beim IBOT nicht nur gesichtet, sie werden vor allem gecoacht, betreut und intensiv auf eine mögliche Schiedsrichter-Karriere in den Topligen vorbereitet. Viele heutige Topgespanne in den ersten drei Ligen waren bereits beim IBOT, Tanja Schilha und Meike Merz schafften es sogar bis in den internationalen Kader der Europäischen Handballföderation.

Möglich ist diese Entwicklung durch den Zusammenhalt und das große Engagement der gesamten Handballabteilung der TG Biberach. Mit rund 6.500 Mitgliedern in 28 Abteilungen gehört die TG Biberach zu den größten Vereinen in Baden-Württemberg, wobei die Handballer zu den größten Einzelabteilungen gehören. Allein 300 Helfer sind jedes Jahr an Ostern aktiv um die Teilnehmer zu versorgen, die Quartiere in den Biberacher Schulen zu betreuen, das Frühstück für über 1.500 Personen zu organisieren und an allen Ecken und Enden für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

Knapp vier Monate vorher laufen jetzt bereits die Vorbereitungen für das Turnier 2017 auf Hochtouren. Und wie jedes Jahr, so soll es auch 2017 neue Highlights geben. 2014 gab es beispielsweise einen Handballtalk mit dem damaligen DHB-Präsidenten Bernhard Bauer, 2015 eröffnete Alexander Haase als Co-Trainer der Nationalmannschaft das Turnier und war erstmals mit den Potsdamern zu Gast. Bei der letzten Auflage feierte dann der SC Magdeburg Premiere und Turniersieg. Für die Titelverteidigung 2017 bekommen die Magdeburger aber einen schweren Konkurrenten, denn an Ostern sind erstmals die Füchse Berlin beim IBOT vertreten. Welche Überraschungen es zudem zum Jubiläum geben wird, darüber hüllt sich das Orgateam um Hans-Peter Beer, Jochen Schoch, Jochen Halder und Armin Engel noch in Schweigen. Bis zum 31. Januar können sich aber männliche und weibliche Teams der C- bis A-Jugend noch anmelden um dann hautnah dabei zu sein.


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