IBOT - Internationales Biberacher Osterturnier

30. März - 02. April 2018
Internationales Biberacher Osterturnier
News

DHB-Schiedsrichter mit positivem Fazit

Dienstag, 3. April 2018 (16:46:33 Uhr)

Bei jedem Handballspiel sind sie unverzichtbar und haben oft von allen Beteiligten den schwierigsten Job: die Schiedsrichter. Seit Jahren nutzt der Deutsche Handballbund das IBOT zur Sichtung von Gespannen, kurzfristig für den Perspektivkader, mittelfristig für den Nachwuchskader und langfristig für den Elitekader in den höchsten Ligen. Auch dieses Jahr waren die DHB-Offiziellen wieder sehr zufrieden und sind zuversichtlich, dass wir einige „IBOT-Gespanne“ künftig in höheren Ligen sehen werden.


Die Prominenz saß während des IBOTs unauffällig am Rande des Spielfeldes. Auch dieses Jahr waren mehrere Vertreter des DHB-Schiedsrichterausschusses nach Biberach gekommen. Die meisten von ihnen gehörten früher zu den nationalen und internationalen Spitzenschiedsrichter, heute engagieren sie sich im Schiedsrichterwesen und führen neue und junge Talente heran. Einer von ihnen ist Bernd Ullrich, der Magdeburger hatte eine große internationale Schiedsrichterkarriere und ist jetzt im DHB-Schiedsrichterausschuss für den Nachwuchskader verantwortlich.

„Aktuell haben wir sechs Gespanne im Nachwuchskader“, erklärt Ullrich, „die auf dem Sprung in die Bundesliga sind und die wir gezielt heranführen.“ In der Regel dauert dieser Prozess drei Jahre, mit einem klaren Leistungsgedanken wird es in der Regel nicht jeder schaffen. Aber in der Zeit werden alle intensiv gecoacht und betreut. „Wir begleiten diese Schiedsrichter regelmäßig bei Spielen, jeder hat einen Paten aus dem Elitekader und wir stehen in ständigem Kontakt“, erklärt Ullrich das Programm, das vergleichbar ist mit Nachwuchshandballern in den Jugend-Leistungszentren und zu dem auch ein Intensivcoaching beim Turnier in Merzig dient.

Und dieser Nachwuchskader wird letztlich gespeist aus dem Perspektivkader, dessen Gespanne in der Jugend-Bundesliga eingesetzt werden. „Die Landesverbände melden uns ihre entwicklungsfähigen Schiedsrichter“, erklärt Ullrich die Vorgehensweise, „und schauen uns diese beim IBOT und in Menden an.“ Insofern hat das IBOT für diese Aufgabe einen hohen Stellenwert. „Die Gespanne haben eine richtig gute Qualität“, war Ullrich dieses Jahr besonders begeistert, dass niemand enttäuscht hat, lobt aber auch das IBOT, denn „die Rahmenbedingungen sind hier wirklich perfekt.“

Und das müssen sie auch sein, denn das Programm ist intensiv. Mehrere Spiele am Tag pfeift jedes Gespann und danach gibt es mit dem jeweiligen Coach eine Auswertung. „Das sind für uns tolle Möglichkeiten, denn so können die Schiedsrichter während des Turniers an sich arbeiten und sich entwickeln“, erläutert Ullrich und hat auch Verständnis für die Belastung, denn da „ist es auch mal normal, dass ein Gespann bei einem Spiel abends um 22 Uhr nicht mehr ganz so konzentriert sein kann.“

Für viele der Gespanne ist es die erste Maßnahme mit dieser Belastung, die meisten sind zwischen 20 und 25 Jahre alt. Und wohin der Weg führen kann, das haben schon viele andere Gespanne gezeigt. Hans-Peter Brodbeck und Simon Reich starteten ihre große Schiedsrichter-Karriere beim IBOT, Darnel Jansen und Lucas Hellbusch haben es vom IBOT zur Schul-Weltmeisterschaft geschafft und vom internationalen Gespann Maike März und Tanja Schilha ist Tanja auch schon zum zweiten Mal als Coach beim IBOT. 


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